Veranstaltung der Montagsgesellschaft Frankfurt
Die Zukunft des Finanzplatzes
Mit freundlicher Unterstützung der Börsen-Zeitung

Was bringt die Zukunft für den Finanzplatz Frankfurt? Wird der Stadt am Main zugutekommen, dass die dort ansässigen Banken nicht dieselben Risiken eingingen wie mancher Spieler in New York und London? Oder kann sie ihre Position gar nicht verbessern wegen des Sogs, den Asien entwickelt? Frankfurt dürfte gestärkt aus der Finanzkrise hervorgehen, allerdings müssen dazu alle Akteure am Finanzplatz an einem Strang ziehen. Einig darüber waren sich auf einer Podiumsdiskussion – die von der Montagsgesellschaft Frankfurt in Kooperation mit Frankfurt Main Finance ausgerichtet wirde –Lutz Raettig, Verwaltungsratsvorsitzender der Morgan Stanley Bank AG sowie Sprecher der Initiative Frankfurt Main Finance, Reinhard Schmidt, Professor für Finanzen an Frankfurts Goethe-Universität, Frankfurts Stadtkämmerer Uwe Becker sowie Wolfram Wrabetz, CEO Helvetia Deutschland und Beauftragter der Hessischen Landesregierung für den Versichererbereich.
Einhellig gelobt wurden die kurzen Wege, die einzigartige Verkehrsinfrastruktur, aber auch das hohe Niveau von Ausbildung und Hochschulen. Die Ansiedlung des europäischen Versicherer-Aufsehers CEIOPS (Committee of European Insurance and Occupational Pensions Supervisors) sowie des EZB-Systemrisikorats dürfte den Finanzplatz deutlich aufwerten. Gefährlich werden könnte es für Frankfurt, wenn traditionelles Bankgeschäft vernachlässigt würde zugunsten einer Konzentration auf Kapitalmarktaktivitäten in den angelsächsischen Finanzzentren, wie sie Ende der Neunziger zu beobachten gewesen sei, meinte Schmidt. Nach der Frage, was eigentlich München attraktiv mache, auch als Standort für Versicherer, sicherte er sich den Beifall des Publikums mit der Antwort: ,,Das weiß ich nicht. Ich bin Frankfurter.‘‘
Text: Bernd Neubacher (Börsen-Zeitung)
Bild: Stefan Söhngen (Montagsgesellschaft)



