Gehaltsstudie Asset Management 2009
Die Kapitalanlageindustrie bewegt sich, wie auch das übrige Banking, nach wie vor auf einem eher konstant hohen Gehaltsniveau. Für die Gehaltsstudie 2009 ist jedoch festzuhalten, dass aufgrund der Finanzmarkt- und Bankenkrise die Schwankungsbreite um die in der Studie angegebenen Gehaltspakete teils erheblich sein kann.
Für aktiv von Konkurrenten abgeworbene Leistungsträger, die sich in ihren jeweiligen Unternehmensstrukturen noch auf dem letztjährigen Gehaltslevel bewegen, ist bei einem aktiv betriebenen Wechsel in 2009 i.d.R. auch weiterhin ein Aufpreis zum Istgehalt in der Größenordnung von etwa 15 % bis max. 20 % erforderlich.
Die variablen Vergütungskomponenten werden allerdings deutlich stärker überprüft und unterliegen einer Umgestaltung mit dem Ziel, eine ausgewogene mittelfristige Incentivierung bzw. Beteiligung an den Ergebnissen, d.h. Chancen und Risiken, herzustellen. Im Hinblick auf die zum Teil schlechten Branchenergebnisse sind dabei die Bonuszahlungen für 2008 teils deutlich unter Druck gekommen.
Im Portfoliomanagement insbesondere hat die Finanzmarktkrise zur Trennung der Spreu vom Weizen geführt. Wer in den fallenden Märkten eine deutliche Outperformance oder sogar positive Erträge generieren konnte, hat auch weiterhin gute Karriereaussichten und darf sich einer entsprechenden Entlohnung erfreuen. Für die breite Masse der Portfoliomanager mit der durchschnittlich eher schlechten Performance, ergeben sich nun jedoch deutliche Abstände zu den Outperformern. Risk-/ Return-Stabilität steht im Vordergrund, ebenso wie auch eine Orientierung zu Alternative Investments/ Total Return oder Absolute Return Produkten erkennbar wird, die zu einer zu einer belebteren Nachfrage nach Portfoliomanagern mit eindeutig quantitativem Hintergrund führt.
Schließlich erleben vor dem Hintergrund der schwachen Performance vieler aktiver Portfoliomanager sowohl im institutionellen als auch im privaten Umfeld passive Fondsanlageformen/ ETF’s regen Zuspruch. Die Glaubensbekenntnisse zwischen dem aktiven, diskretionären Portfoliomanagement und den rein quantitativ gesteuerten Portfolien laufen auseinander und diejenigen Portfoliomanager, die in ihren jeweiligen Kategorien gut performen, sind gefragte Persönlichkeiten.
Waren in der nicht allzu fernen Vergangenheit auch Fach- und Führungskräfte der Fondsbuchhaltung deutlich gesucht, so hat sich hier die Nachfrage, teils sogar verbunden mit personellem Abbau, gelegt.
Ein Studie von
MJ CONSULT®
JUNGES & SCHÜLLER
UNTERNEHMENS- UND PERSONALBERATUNG GMBH
Frankfurt . London . Barcelona . Wien


