Karriere-Matrix 2011 | 2012

Sie stehen vor der Frage, ob Sie eine Karriere im Bankenmarkt anstreben sollen? Sie möchten sich zunächst grob orientieren  und nach ersten Selektionskriterien für die Auswahl eines möglichen Arbeitgebers Ausschau halten?
Dann sollten Sie neben Ihren persönlichen Neigungen und Präferenzen die Karrierematrix studieren und einen Blick auf „Karrierebeschleuniger “ und auf „Karriereziele“ richten.

Die Matrixbewertung folgt einigen Regeln – ohne Anspruch auf wissenschaftliche Präzision, aber dafür mit der Erfahrung für den Weg unzähliger Karrieren:

  • Karriere ist immer im Kontext von formeller Einstiegsqualifikation und persönlichem Anspruch zu sehen. Für Viele ist Ihre Karriere schon erfolgreich, wenn die ersten Stufen der tariflichen Vergütung erklommen sind. Für Wenige ist Karriere erst dann erfolgreich, wenn Sie in der Ebene direkt unterhalb der Vorstände oder sogar im Vorstand selbst Platz nehmen können.
  • Je dynamischer eine Organisation, umso wahrscheinlicher wird Karriere. Anders gewendet: Karriere in eher statischen Organisationen ist weniger wahrscheinlich.
  • Karrierechancen sind immer relativ zur Menge der möglichen Positionen in einem Segment. Es gibt eben nur eine Bundesbank.
  • Karrierechancen sind oft eine Folge der Bereitschaft, die Anbieter von Karrieren im richtigen Augenblick zu wechseln.
  • Karrierechancen und Jobsicherheit schließen sich nicht wechselseitig aus: Oft werden Chancen der Sicherheit geopfert und gelegentlich umgekehrt.
  • Mobilität ist Grundvoraussetzung einer Karriere.
  • Ein Anbieter von Karrieren wird grundsätzlich attraktiver, wenn er viele unterschiedliche Karrierepfade anbietet.
  • Karriereanbieter, die nach kurzer Zeit erste Führungsaufgaben bereit halten, bieten mehr Dynamik und schnelleren Aufstieg.
  • Langfristige Jobsicherheit hängt nicht von der Wahl der Arbeitgebers ab; sie ist Folge des persönlichen Angebotes an den (nächsten) potenziellen Arbeitgeber: Je mehr Sie zu bieten haben, desto attraktiver werden Sie.

Die relative Gewichtung einzelner Jobfamilien unter einander  folgt einigen Grundregeln und einer persönlichen Bewertung, die aus der Begleitung vieler Karrieren und aus einer langjährigen Beobachtung des Bankenmarktes entstanden ist:

  • Je größer und je ergebniswirksamer der jeweilige Geschäftsbereich ist, umso wahrscheinlicher wird Karriere.
  • Je mehr Anbieter im gleichen Segment zur Verfügung stehen, umso wahrscheinlicher wird Karriere.
  • Spezialisierung und Karriere schließen sich nicht grundsätzlich aus. Wird die Spezialisierung zu groß, sinken die Karrierechancen. (Z.B. Ein Jurist für Insolvenzrecht gegenüber einem Juristen für Vertragsrecht).
  • Das prognostizierte Wachstum einer Jobfamilie – weil diese Jobfamilie gegenüber einer anderen in Zukunft an Gewicht und Anzahl der Beschäftigten zunehmen wird -  beeinflusst Karrierechancen. (z.B. Private Banking gegenüber Operations)
  • Je höher die Anforderungen an die individuellen und persönlichen Leistungen, umso höher die Karrierechancen.
  • Das Image einzelner Jobfamilien schwankt in der öffentlichen Wahrnehmung und in der Marktwahrnehmung. Damit entsteht Raum für individuelle Karrierestrategien.


Karrierebeschleuniger sind Umstände, die ein schnelleres Erreichen der nächsten Karrierestufe wahrscheinlicher machen:
  • Karrierevielfalt bewertet das Angebot der Arbeitgeber im Hinblick auf die Zahl der möglichen Karrierepfade
  • Karrieredynamik bewertet die Wahrscheinlichkeit, innerhalb des Arbeitgebers rasch von einer Karrierestufe zur nächsten aufzusteigen.
  • Mobilitätsdynamik gibt Auskunft über die Wahrscheinlichkeit, für diesen Arbeitgeber an unterschiedlichen Orten zum Einsatz zu kommen.

Aus der Vielzahl der Karriereziele sind vier Ziele nach unserer Erfahrung besonders wichtig:
  • Die Jobsicherheit drückt aus, mit welcher relativen Sicherheit sie rechnen können
  • Die Work-Life-Balance beschreibt den persön-lichen Zeiteinsatz, den sie für eine Karriere planen sollten.
  • Das Ziel Imagefaktor beschreibt das Ansehen der möglichen Jobfamilie im Markt

Einschätzung relativ zu den jeweils anderen Profilen:
5 = sehr gut, 1 = unattraktiv


Stand Juni 2011

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