Dimension Standortbedingungen

Anhaltend geringe Politikzufriedenheit, sonst stabil

Die allgemeinen wirtschaftlichen und politisch-institutionellen Rahmenbedingungen am Finanzplatz Frankfurt haben sich im dritten Quartal 2010 gegenüber dem Vorquartal kaum verändert. Der zusammengefasste Index der Standortbedingungen sank von 111,2 auf 109,3 Punkte. Die leichte Abwärtsbewegung rührt einzig von der weiter gesunkenen Zufriedenheit der Bürger mit der Arbeit der Bundesregierung her. Auf der anderen Seite ist das reale Inlandsprodukt leicht gestiegen und der Anteil des Inlands an der Bilanzsumme aller Banken hat sich erhöht. Die übrigen Faktoren dieser Teildimension stehen gegenüber dem 3. Quartal beinahe unverändert.


Dimension StandortbedingungenQ4/2009Q1/2010Q2/2010Q3/2010
Index124,7118,1111,2109,3
Reales Bruttoinlandsprodukt, saisonbereinigt (Mrd. €)542,3544,2560,2565,3
Anteil der Banken mit Hauptsitz in Frankfurt (%)11,711,511,411,4
Anteil der auf das Inland entfallenden Bankaktiva (%)83,383,082,382,9
Zufriedenheit der Bürger mit der Politik der Bundesregierung (%)33272018
Effektive Besteuerung von Kapitalgesellschaften in Frankfurt (%)29292929
Anteil Frankfurts an den Börsentransaktionen in Deutschland (%)83,490,989,890,0
Anteil hessischer Banken an den Bankeinlagen in Deutschland (%)17,517,417,517,5



Basis aller Indikatorwerte 2004 QI = 100, alle nominellen Größen wurden mit dem Deflator des Bruttoinlandsprodukts preisbereinigt.

Quelle: Eigene Berechnungen und Schätzungen , Prof. Dr. Paul G. Schmidt und Fabian Gehlhaar, Department of Economics, Frankfurt School of Finance & Management (Zu den Datenquellen siehe die auf den Dimensionsseiten zur Verfügung gestellten Excel-Daten)

Faktoren der Dimension

Die Standortfaktoren umfassen die makroökonomischen und politisch-institutionellen Rahmenbedingungen des Finanzplatzes Frankfurt. Die Entwicklung des realen deutschen Bruttoinlandsprodukts, das auf den Standort Deutschland entfallende Bankgeschäft, und die regionale Konzentration von Finanzinstituten, Bankeinlagen und Börsentransaktionen auf die Wirtschaftsregion Rhein-Main wird dabei ebenso berücksichtigt wie die Zustimmung der Wähler zur Regierungspolitik oder die effektive Steuerbelastung der Unternehmen am Wirtschaftsstandort Deutschland.

Ansprechpartner



Prof. Dr. Paul G. Schmidt
Professor of Economics
Head of Economics Department
Frankfurt School of Finance & Management
Sonnemannstr. 9-11
D-60314 Frankfurt/Main
Germany

Tel.:  +49 (0) 69 154008 - 770
Fax:  +49 (0) 69 154008 - 4770

p.schmidt@fs.de
www.fs.de

 

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