Dimension Performance des Finanzsektors

Performance rückläufig

Die Performance des Finanzplatzes hat sich im dritten Quartal 2010 erfreulich entwickelt, konnte jedoch das Niveau des kräftigen Turnarounds des 1. Quartals 2010 nicht halten. Während sich im 2. Quartal die Handelsumsätze und Börsentransaktionen sehr stark entwickelten, ist hier im 3. Quartal ein Rückgang in Richtung des Niveaus des 1. Quartals 2010 zu beobachten. Das gleiche Bild liefert die Entwicklung der Aktienkurse, die während des 3. Quartals leicht gefallen sind. Insbesondere sind die Gewinne der Finanzinstitute nach dem starken Jahresauftakt im 3. Quartal – auch durch Sondereffekte – stark rückläufig. Auch die Bilanzsumme der größeren Frankfurter Banken ist gesunken, während die Kreditvergabe an Nichtbanken unverändert ist. Ein klar positives Signal geht aber von den Mittelzuflüssen zu Wertpapierpublikumsfonds und offenen Immobilienfonds aus, die nach einem Nettomittelabfluss im 2. Quartal 2010 im dritten Quartal wieder erstarken.

Dimension Performance des FinanzsektorsQ4/2009Q1/2010Q2/2010Q3/2010
Index65,3105,688,2

80,9

Börsentransaktionen in Frankfurt (Mio.)48,053,662,153,0
Handelsumsatz mit Aktien (Mrd. €)559,1618,0851,1556,0
Kredite hessischer Banken an inländische Nichtbanken (Mrd. €)349,1334,9343,7343,6
Bilanzsumme der größten Frankfurter Banken (Mrd. €)1.638,51.628,21.741,21.694,9
Börsenkurse von Frankfurter Finanzaktien (Mittelwert in €)36,5334,6436,3035,00
Mittelaufkommen der Publikumsfonds (Mio. €)3.0619.428-4377.823
Gewinne vor Steuern der größten Frankfurter Finanzinstitute (Mio. €)-1.2253.6691.968-296



Basis aller Indikatorwerte 2004 QI = 100, alle nominellen Größen wurden mit dem Deflator des Bruttoinlandsprodukts preisbereinigt.

Quelle: Eigene Berechnungen und Schätzungen , Prof. Dr. Paul G. Schmidt und Fabian Gehlhaar, Department of Economics, Frankfurt School of Finance & Management. Zu den Datenquellen siehe die Excel-Daten.

Faktoren der Dimension

In der Dimension Performance des Finanzsektors werden ganz verschiedene Erfolgsgrößen des Finanzsektors erfasst. So werden etwa die Gewinne und Bilanzsummen der größeren Finanzdienstleister (Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank, Deutsche Börse, Eurohypo sowie Helaba) und die Entwicklung der Aktienkurse börsennotierter Finanzunternehmen berücksichtigt. Auch das Mittelaufkommen von Wertpapierpublikumsfonds und offenen Immobilienfonds, die Zahl der Börsentransaktionen, der Handelsumsatz in Aktien sowie die Kredite hessischer Banken an inländische Nichtbanken gehen in diese Dimension ein.

Ansprechpartner




Prof. Dr. Paul G. Schmidt
Professor of Economics
Head of Economics Department
Frankfurt School of Finance & Management
Sonnemannstr. 9-11
D-60314 Frankfurt/Main
Germany

Tel.:  +49 (0) 69 154008 - 770
Fax:  +49 (0) 69 154008 - 4770

p.schmidt@fs.de
www.fs.de

 

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